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Wohnung dringend gesucht!

18.03.2020

Die meisten Benützer einer Wohnung sehnen sich nicht danach, im Parterre zu wohnen - zu wenig Tageslicht, eventuell Feuchtigkeit, Straßenlärm und sonstige Beeinträchtigungen sind logischerweise nicht erwünscht. Daher sind Parterrewohnungen oft auch schwer zu vermieten.

Frau M. hat 3 Kinder und sehnt sich nach einer Wohnung im Erdgeschoß. Ihr Schicksal ist dermaßen hart, dass es zu diesem Wunsch kommt. Zwei ihrer drei Kinder sind sehr schwer geistig und körperlich behindert, seit der Geburt. Die Kinder sind 18 und 20 Jahre alt und müssen ständig betreut werden. Der älteste Sohn ist nun 24 Jahre alt und hilft seiner Mutter rund um die Uhr bei der Betreuung seiner Geschwister. Besonders wichtig war seine Hilfe, als 2017 Frau M. selbst erkrankte. Es wurde ein Gehirntumor diagnostiziert. Während ihrer Behandlungen war es notwendig, dass er seine Anstellung bei einem Supermarkt stilllegt, um sich gänzlich um seine Geschwister und auch seine Mutter bemühen zu können.

Frau M. geht es nun wieder besser. Ihren 2 behinderten Kindern jedoch schlechter, weil sie derzeit in einer Wohnung leben müssen, welche nicht behindertengerecht ist. immo-humana ist es gewohnt, mit schweren Schicksalsschlägen von alleinerziehenden Müttern konfrontiert zu werden.

Die Situation von Familie M. ist jedoch selbst für uns ungewohnt schwierig. Wir können den beiden stark beeinträchtigten Kindern von Frau M. medizinisch nicht helfen, was auch nicht unsere Aufgabe ist. Unsere Aufgabe ist es, solchen, vom Leben schwer benachteiligten Müttern mit Kindern mit einer geeigneten Wohnung zu helfen. Das können wir nur mit der Hilfe von VermieterInnen oder KollegInnen, welche bereit sind, eine Wohnung bereit zu stellen. Bei einem Besuch fragt Frau M. ganz schüchtern, ob es auch Wohnungen im Parterre mit einer Loggia gibt, damit ihre Kinder auch manchmal frische Luft genießen können.

 

Wir bitten um eine Wohnung im Parterre für Frau M. und ihre drei Kinder.

Das Charity Event „1.000 Mütter“

Es war ein wirklich gelungenes Jubiläumsfest anlässlich der Vergabe einer Wohnung an die 1000. Mutter im Stephaniesaal des Curhauses von St. Stephan. Toni Faber als Gastgeber und Claudia Stöckl als Moderatorin berichteten von den Anfängen des Wirkens von immo-humana und von der laufenden Arbeit. Sehr erfreute auch das Kinder- und Jugendtheater „gutgebrüllt“, welches ehrenamtlich ein Theaterstück über immo-humana zur Erstaufführung brachte. Aber auch die Versteigerung eines Bildes von Veronika Franz fand einen würdigen, neuen Eigentümer: Herrn Franz Wiesbauer. Paul Gulda untermalte musikalisch perfekt das Theaterstück. Die Hausverwaltung Pigel sponserte diese Veranstaltung, auch die Erste Bank und die Helvetia Versicherung halfen mit ihrem Sponsoring mit. Die Firma K2 errichtete mit viel Einsatz eigens für die Vorstellung von „gutgebrüllt“ die Theaterbühne. Allen vorgenannten KollegInnen und UnterstützerInnen sprechen wir unseren Dank aus für die 1.000 Mütter Feier im Curhaus.

1.000ste MUTTER

Eigentlich müsste die achtjährige Tochter von Frau G. so wie auch alle anderen Kinder am späten Nachmittag nach Hause gehen. Erstens hat sie kein Zuhause und zweitens arbeitet ihre Mutter bis 18 Uhr in der Apotheke und besucht anschließend oft noch einen Abendkurs. Deshalb bleibt ihre Tochter noch länger in der Bibliothek. Das ist nicht angenehm für sie, aber gemessen an dem, was das Mädchen schon alles in ihrem jungen Leben mitmachen musste, ertragbar.  

Frau G. hatte im Iran die Matura abgelegt und wollte studieren, was man ihr jedoch nicht gestattete. Sie heiratete, doch kurz vor der Geburt ihrer Tochter verstarb ihr Mann an einem Herzinfarkt. Da sie sich weigerte, ihr Kind der Familie ihres verstorbenen Mannes zu überlassen, blieb ihr als einziger Ausweg nur die Flucht. Auf ihrer beschwerlichen Reise erkrankte ihre Tochter schwer. Als sie im Dezember 2015 nach Österreich kamen, übernachteten Frau G. und ihre Tochter 5 Wochen lang in der kalten Jahreszeit in einem Fußballstadion in Wien. Eine Familie, die Unterstützung für die Kinder- und Haushaltsbetreuung benötigte, nahm Mutter und Tochter in ihrer Wohnung auf. Sie bekam ein Zimmer bereitgestellt. Bedingung war jedoch, dass Frau G., sobald sie arbeite, selbstständig werden und eine eigene Wohnung finden muss.

immo-humana hat sich die Mühe gemacht, all die vergebenen Wohnungen an Mütter in Not seit 1997 zu zählen. Frau G. ist nun seit 22 Jahren die 1.000ste Mutter, welcher wir helfen konnten. Ein außerordentlich freundlicher Vertreter einer Hausinhabung hat uns im

3. Bezirk eine Zimmer-Kabinett-Küche-Wohnung mit Vorzimmer, Kochnische, Bad und WC um 280,- Euro angeboten. Das kann

Frau G. für ihre erste eigene Wohnung aufbringen. Mehr könnte sie für eine Wohnung nicht bezahlen.

Da in der Wohnung ein neues Warmwassergerät und einfache Investitionen notwendig sind, benötigt Frau G. jedoch noch eine Unterstützung. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese notwendige Unterstützung spätestens bei unserer „Mutter 1000“ - Veranstaltung bereit gestellt bekommen. Wir werden all unsere Freunde und Unterstützer zu diesem Jubiläum einladen und freuen uns, wenn Sie mit uns feiern. Zum Schluss an alle gut gesinnten Menschen, welche mitgeholfen haben, dass es 1.000 Mütter geworden sind, ein recht herzliches DANKE!

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